Bilder für das Web sind immer ein Kompromiss zwischen Ladezeit und Qualität.

Nachfolgend mein Workflow und meine Empfehlungen, von denen Ihr natürlich abweichen könnt.

  • RAW bearbeiten
  • bearbeitetes RAW exportieren als TIF oder PSD in 16 Bit, Farbraum ProPhoto. Hier könnt Ihr natürlich auch Adobe RGB oder sRGB nehmen. Ich nehme den grossen ProPhoto, weil ich dann bei der Bearbeitung in Photoshop mehr Reserven habe.
  • Bild im Bildbearbeitungsprogramm weiter bearbeiten, sofern erforderlich
  • Bildgrösse anpassen
    • minimal 1544 x 1158 Pixel
    • max 1920 x 1440 Pixel
    • Neuberechnung mit bikubisch
  • Ausgabeschärfung für Bildschirm
  • Farbraumkonvertierung in sRGB, sofern man nicht von Anfang an in sRGB gearbeitet hat
  • Konvertierung von 16 Bit in 8 Bit
  • Speichern als JPG
    • JPG, 80% Komprimierung bzw. Stufe 8
    • JPG Option Progressiv, 3 Durchgänge wenn möglich

So sieht das z.B. die Speicherung in Photoshop CC aus

Womit kann man die Bilder verkleinern?

  • Zunächst einmal die üblichen Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop CC, Photoshop Elements, Affinity Photo, …
  • RAW-Konverter
  • diverse Bildbrowser wie z.B. IrfanView
  • Online-Dienste

Ich persönlich verkleinere meine Bilder in der Regel im Bildbearbeitungsprogramm.

Die Grössenänderung findet man je nach Programm an verschiedenen Stellen.

Bei Adobe ist das in der Regel und Bild / Bildgrösse zu finden. Bei Affinity Photo hingegen findet man das unter Dokument / Dokumentgrösse ändern.

Die Vorgehensweise ist im Prinzip bei allen Programmen ähnlich. Man öffnet die entsprechende Option des Programm und gibt dort die Bildbreite oder Bildhöhe in Pixel ein. Der jeweils andere Parameter wird dann proportional angepasst, sofern das eingeschaltet ist.

Bei Affinity wird das z.B. durch ein geschlossenes Schloss gekennzeichnet, welches beide Parameter verbindet. Bei Adobe haben wir ein Kettensymbol

Solange vom Kettensymbol Linien auf Breite und Höhe zeigen ist Proportional aktiviert. Klickt man das Kettensymbol an, verschwinden die Linien und man muss Breite und Höhe frei definieren, was ich nicht empfehle.

In dem Screenshot sieht man noch den Punkt Auflösung. Vielfach wird empfohlen den auf 72 zu setzen. Das könnt ihr getrost vergessen solange das Bild für den Bildschirm gerechnet wird, denn es ändert nichts an der Dateigrösse. Im vorstehenden Screenshot haben wir 300 Pixel/Zoll. Nachfolgend habe ich das gleiche Bild mit 72 Pixel/Zoll verkleinert und es kommen wieder 11 MB raus; wohlgemerkt vom gleichen Ausgangsbild.

Die Auflösung ist nur für den Druck entscheidend!

Für die Neuberechnung kann man verschiedene Algorithmen wählen. Bei Adobe wird im allgemeinen Bikubisch schärfer empfohlen wenn das Bild verkleinert werden soll. Andere Programme haben da andere Einstellungen.