Leider fehlt für die Winterspaziergängen nach wie vor der Schnee. Heute hat der Tag sogar mit Nebel begonnen, was die Motivation für einen Spaziergang nicht wirklich gesteigert hat. Gegen Mittag haben wir uns dann doch dazu durchgerungen ein wenig an die frische Luft zu gehen. Als Hundehalter hat man schon eine gewisse Verpflichtung und nicht jeder Spaziergang ist dann ganz freiwillig.
In der Hoffnung, dass sich der Nebel ein wenig lichtet, habe ich meine Kamera mitgenommen. Und tatsächlich schon nach kurzer Zeit hat der Nebel angefangen sich aufzulösen. In etwas höheren Lagen waren die Bäume sogar noch mit Rauhreif überzogen, der aber wegen der relativ milden Temperaturen bei Sonneneinstrahlung gleich geschmolzen ist. Trotzdem haben wir einige schattige Stellen gefunden, wo Gräser, Sträucher und Bäume noch komplett mit Rauhreif überzogen waren.
So hat sich dann recht schnell gezeigt, dass heute wohl das Makroobjektiv zum Einsatz kommt.

Rauhreif am Wiesenkerbel
F/3.2, 1/1000s, ISO 320

Buchenblatt mit Eiskristallen überzogen
F/4, 1/1000s, ISO 320

Rauhreif an einem fast unsichtbaren Spinnenfaden
F/8, 1/250s, ISO 320

Rauhreif am Stachel einer Hundsrose im Sonnenlicht
F/8, 1/400s, ISO 250, -0.3EV

Das eine oder andere Mal habe ich diesen Winter die Kamera vergebens mit mir herum getragen. Aber heute hat es sich tatsächlich gelohnt, dass ich sie dabei hatte.
Zu guter Letzt hat sich dann sogar noch eine Gelegenheit geboten das Objektiv zu wechseln. An einem schattigen Waldrand schien die Sonne in einen noch mit Rauhreif überzogenen Baum. Dies vor dem dunklen Wald und gleich neben einem Kirschbaum, der schon komplett frei von Rauhreif war, ein herrlicher Kontrast.

Ein Baum mit Rauhreif leuchtet im Gegenlicht
F/8, 1/200s, ISO 100